Parlamentarier

Vivant Ost­bel­gi­en ist der­zeit mit drei Per­so­nen im Par­la­ment der Deutsch­spra­chi­gen Gemein­schaft vertreten:

Micha­el Bal­ter, Dia­na Stiel und Alain Mertes.

Michael Balter

Mei­ne Person

Micha­el Bal­ter (gebo­ren 1976 in Prüm) ist selb­stän­di­ger Kauf­mann aus Bül­l­in­gen sowie der Par­tei- und Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de von Vivant Ost­bel­gi­en. Schon der Cha­rak­ter die­ser poli­ti­schen Grup­pe, die sich weni­ger als klas­si­sche Par­tei, denn als Bür­ger­be­we­gung ver­steht, zeigt, wie sich Bal­ter selbst sieht: als kri­ti­schen Geist, der auch ver­meint­lich Offen­sicht­li­ches hin­ter­fragt, dabei vor Ideen sprüht, die­se auch zu ver­wirk­li­chen ver­steht und als Ers­ter unter Glei­chen im Team durch die rich­ti­gen Fra­gen führt. Er lebt mit sei­ner Part­ne­rin und der gemein­sa­men Toch­ter im klei­nen Wei­ler Hüll­scheid, unweit der bel­gisch-deut­schen Grenze.

Aus­bil­dung
Auf­ge­wach­sen in der bel­gi­schen Eifel, direkt an der deutsch-bel­gi­schen Gren­ze, leg­te Micha­el Bal­ter 1994 sein Abitur am König­li­chen Athe­nä­um in Büt­gen­bach ab. Anschlie­ßend besuch­te er in Lüt­tich den Fach­be­reich Außen­han­del der Han­dels­schu­le „Eco­le Sain­te Marie“. Dar­an schloss sich eine Wei­ter­bil­dung an der Abtei­lung Betriebs­wirt­schaft der pri­va­ten Wirt­schafts­aka­de­mie in Blie­skas­tel an.

Mein Wer­de­gang

Kar­rie­re
Micha­el Bal­ter stammt aus einer Unter­neh­mer­fa­mi­lie im bel­gisch-deut­schen Grenz­ge­biet, in der jeder schon von Kin­des­bei­nen an mit­ge­hol­fen hat. Die elter­li­chen Unter­neh­mun­gen for­der­ten schon früh sei­nen gan­zen Ein­satz und so ver­ließ er Lüt­tich im Som­mer 1995, um für meh­re­re Expan­si­ons­pro­jek­te inner­halb der ver­schie­de­nen Unter­neh­mens­be­rei­che tätig zu werden.

Vol­ler Ein­satz, das bedeu­te­te zunächst auch Tätig­kei­ten als Kell­ner, Ver­käu­fer, Buch­hal­ter und spä­ter dann als Ver­ant­wort­li­cher für die Per­so­nal­struk­tur bis hin zum Geschäfts­füh­rer und Lei­ter der tra­di­ti­ons­rei­chen kunst- und kul­tur­his­to­ri­schen Aus­stel­lung „ArsKrippa­na“ und zugleich auch des Bis­tros sowie der Tank­stel­le „Old Smugg­ler“ am glei­chen Stand­ort gegenüber.

So lern­te Bal­ter den Beruf des Kauf­manns von Grund auf und in allen Facet­ten, wur­de mit den dies nach sich zie­hen­den Pro­ble­men und Sor­gen kon­fron­tiert und fand dafür die pas­sen­den Lösun­gen, und ermög­lich­te somit das Wachs­tum der ver­schie­de­nen Betrie­be. Pri­vat gilt und galt sein Inter­es­se dabei stets Kunst, Kul­tur sowie den tie­fe­ren und grund­sätz­li­che­ren Fra­gen des gesell­schaft­li­chen Miteinanders.

Mei­ne poli­ti­schen Überzeugungen

Der Weg in die Politik
Nicht erst als Erwach­se­ner, son­dern schon sehr früh inter­es­sier­te sich Micha­el Bal­ter für poli­ti­sche Zusam­men­hän­ge, hin­ter­frag­te die­se mit Leh­rern, dem eige­nen Vater oder sei­nen Groß­el­tern und las dabei alles, was er zum jewei­li­gen The­ma in die Hän­de bekam. Dabei lag ihm vor allem die Umwelt stets beson­ders am Her­zen: unnö­ti­ge Ener­gie­ver­schwen­dung war ihm ein Gräu­el, und so dreh­te er heim­lich schon in der Schu­le die Hei­zungs­ther­mo­sta­te her­un­ter, sorg­te sich um die Vege­ta­ti­on vor allem in den ihn umge­ben­den Wäl­dern und gei­ßel­te die damals noch gras­sie­ren­de Umwelt­ver­schmut­zung. Den­noch hielt sich Bal­ter von Par­tei­en fern, aus grund­sätz­li­cher Skep­sis gegen­über Par­tei­ap­pa­ra­ten und ‑kar­rie­ris­ten.

Einen Wen­de­punkt lös­te 1997 die Lek­tü­re eines Buches über den Sankt Vither Finanz­theo­re­ti­ker und Sozi­al­re­for­mer Sil­vio Gesell aus: das Buch „Wer hat Angst vor Sil­vio Gesell?“ stell­te alles, was Micha­el Bal­ter bis dato über Geld zu wis­sen glaub­te, auf den Kopf. Der Jung­un­ter­neh­mer und selb­stän­di­ge Kauf­mann hat­te sofort Zugang zur Mate­rie und war fas­zi­niert von dem Grund­ge­dan­ken Gesells, dass Geld flie­ßen müsse.

Dies war der Start einer tie­fer­ge­hen­den Beschäf­ti­gung mit die­sem The­ma. Im Freun­des- und Bekann­ten­kreis lös­te er damit jedoch nicht nur Begeis­te­rung aus. Dies führ­te dazu, dass Gesells Theo­rie im All­tag zunächst für ihn wie­der in den Hin­ter­grund rück­te. Im Selbst­stu­di­um ließ er jedoch nie nach und ver­schlang zahl­lo­se Bücher dazu.
2005 kam es zur fol­gen­rei­chen Begeg­nung mit Dr. Joseph Mey­er, der im Grenz­Echo einen Bei­trag zur Idee des „Venn­ta­lers“ ver­öf­fent­licht hat­te — end­lich jemand in der Regi­on, der dach­te wie Balter.

In einem Leser­brief ver­tei­dig­te er des­sen Aus­sa­gen, die hef­ti­gen öffent­li­chen Angrif­fen aus­ge­setzt waren. Mey­er war zu dem Zeit­punkt der füh­ren­de Kopf von VIVANT in Ost­bel­gi­en, einer Grup­pe mit ähn­li­chen Ideen wie Bal­ter sie hat­te, vor allem zu Gesells Theo­rien, die fort­an gemein­sam in zahl­rei­chen Vor­trä­gen und Ver­öf­fent­li­chun­gen vor Ort ver­tre­ten und ver­brei­tet wurden.

Neue Wege für eine gerech­te­re Zukunft

Als selb­stän­di­ger Kauf­mann mit­ten im Leben begeg­ne­te Micha­el Bal­ter der Poli­tik zunächst mit viel Zurück­hal­tung: aus unter­neh­me­ri­scher Sicht genie­ßen Poli­ti­ke­rin­nen und Poli­ti­ker zuwei­len einen zwei­fel­haf­ten Ruf. Selbst­be­die­nung, Pos­ten­ge­scha­cher und Image­pfle­ge durch dubio­se Bau­pro­jek­te waren und sind gän­gi­ge Vor­ur­tei­le. Das Anlie­gen von VIVANT ist hin­ge­gen, dass Bür­ge­rin­nen und Bür­ger in einem frei­en Land ihre Mei­nung äußern kön­nen und der Gesell­schaft dort hel­fen soll­ten, wo es ihnen mög­lich ist. Bal­ter und sei­ne Mit­strei­ter haben, wie auch deren Vor­gän­ger, VIVANT zu einem Ele­ment im poli­ti­schen Sys­tem eta­bliert, das vor­han­de­ne Schwach­stel­len erkennt, benennt und Lösun­gen anbie­tet, zum Woh­le der gesam­ten Gesell­schaft und nicht nur eini­ger weni­ger Pri­vi­le­gier­ter und deren Seil­schaf­ten. Kern­an­lie­gen von VIVANT ist, dass sich „die da oben“ und „wir hier unten“ zukünf­tig auf Augen­hö­he begeg­nen. Das Men­schen­bild die­ser unge­wöhn­li­chen poli­ti­schen Grup­pie­rung wird dabei von der Über­zeu­gung gelei­tet, dass jeder Mensch ent­spre­chend sei­nen Mög­lich­kei­ten ver­su­chen soll und kann, sei­nen ganz eige­nen posi­ti­ven Bei­trag zum Woh­le unser aller Erde und der sie bewoh­nen­den Mensch­heit zu leis­ten. Oft sind es die klei­nen Taten, die Vie­les mög­lich machen.

In die­sem Zusam­men­hang trägt Micha­el Bal­ter sei­nen Gesprächs­part­nern ger­ne das fol­gen­de Gleich­nis vor:
Es war ein­mal ein Wald, in dem ein gro­ßes Feu­er aus­brach. Alle Tie­re waren gelähmt vor Angst. Sie wuss­ten nicht, was sie tun soll­ten. Nur ein ein­zi­ger klei­ner Koli­bri beschloss, sich von sei­ner Angst nicht über­wäl­ti­gen zu las­sen und zu tun, was er tun konn­te. Der Koli­bri flog zum Fluss und begann, Was­ser her­bei­zu­schaf­fen; dort­hin, wo das Feu­er loder­te. Er flog hin und zurück und warf jedes Mal sein eines Tröpf­chen Was­ser auf das Feu­er. Die ande­ren Tie­re beob­ach­te­ten den Koli­bri und wur­den wütend. „Was glaubst du denn, wer du bist?“, frag­ten sie ihn. „Das Feu­er ist über­mäch­tig! Da kannst du rein gar nichts aus­rich­ten! Du bist nur ein Koli­bri!“ Aber der Koli­bri setz­te sich mit gan­zem Her­zen ein. Er glaub­te an sei­ne Fähig­keit, etwas bewir­ken zu kön­nen. Er war beharr­lich. Immer wie­der flog der klei­ne Koli­bri zum Fluss und zurück. Und er sag­te: „Ich tue, was ich kann.“

Und so ver­such­te auch Bal­ter fort­an nach dem Mot­to: „Ich tue, was ich kann“, sei­nen Bei­trag zu leisten.

Kom­mu­nal­wah­len 2006

Im Jahr 2006 ent­stand der fes­te Wil­le, end­lich selbst aktiv ins poli­ti­sche Gesche­hen ein­zu­grei­fen. Micha­el Bal­ter grün­de­te die Grup­pe „WAL – Durch Wissen anders Leben“ und zog mit die­ser in den Bül­l­in­ger Wahl­kampf. The­men­schwer­punkt war Umwelt­schutz. Trotz eines Ergeb­nis­ses von sechs Pro­zent der abge­ge­be­nen Wäh­ler­stim­men reich­te es den­noch nicht für den Ein­zug in den Gemeinderat.

In den Jah­ren zwi­schen 2006 und 2009 orga­ni­sier­te Bal­ter gemein­sam mit den Mit­strei­tern von Vivant zahl­rei­che Vor­trä­ge zu den The­men­blö­cken Umwelt­schutz und Geld­wirt­schaft. Dabei gehör­ten auch pro­mi­nen­te Film­vor­füh­run­gen zum Reper­toire: so z.B. 2008 der Finanz­markt-kri­ti­sche Film: „Let‘s make money“.

DG-Wah­len 2009

2009 wur­de Micha­el Bal­ter Spit­zen­kan­di­dat von Vivant Ost­bel­gi­en als jun­ge, dyna­mi­sche und enga­gier­te Bür­ger­be­we­gung. Selbst­er­klär­tes Wahl­ziel war die Ver­tei­di­gung der bei­den vor­han­de­nen Par­la­ments­sit­ze. Um die­ses Ziel zu errei­chen, wur­den die The­men Geld­we­sen und Kli­ma­schutz kon­struk­tiv hin­ter­fragt sowie das Mit­tel der Volks­be­fra­gung sowie die Reform des Sozi­al­staa­tes ange­strebt. Dafür wur­den den eta­blier­ten Par­tei­en von VIVANT kon­kre­te neue Lösungs­an­sät­ze zum Woh­le der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger in der DG auf den Tisch gelegt. Micha­el Bal­ter und VIVANT ver­folg­ten dabei die Stra­te­gie „Fak­ten ana­ly­sie­ren und nach Lösun­gen suchen“, die auch kom­men­den Wirt­schafts­kri­sen ent­ge­gen­steu­ern sollte.

Akti­ve Poli­tik seit 2009 bis heute

Neben der Berufs­tä­tig­keit in den eige­nen Betrie­ben enga­giert sich Micha­el Bal­ter seit­dem aktiv in der Poli­tik der Deutsch­spra­chi­gen Gemein­schaft Bel­gi­ens. Seit 2009 ist er durch­gän­gig Par­tei- und Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der. Mit kon­struk­ti­ver Oppo­si­ti­ons­ar­beit gelang es ihm, VIVANT zu einem effek­ti­ven Kon­troll­organ inner­halb des eta­blier­ten poli­ti­schen Sys­tems auf­zu­bau­en. Die Par­la­ments­wah­len 2014 brach­ten noch ein­mal einen deut­li­chen Stim­men­zu­wachs ein: mit über zehn Pro­zent der abge­ge­be­nen Wäh­ler­stim­men (und sogar über 15% im Wahl­kan­ton Sankt Vith) war VIVANT nicht län­ger kleins­te Grup­pie­rung im Par­la­ment der DG. Für einen drit­ten Par­la­ments­sitz fehl­ten ledig­lich 14 Wählerstimmen.

Die­ser zusätz­li­che Sitz kam dann bei den DG-Wah­len 2019, als VIVANT einen Stim­men­an­teil von knapp 15 Pro­zent errin­gen konn­te. Und in drei Eifel­ge­mein­den (Bül­l­in­gen, Büt­gen­bach und Amel) sogar stärks­te Par­tei wurde.

Wie bei allen Wah­len seit 2009 führt Micha­el Bal­ter VIVANT auch 2024 nun schon zum vier­ten Mal als Spit­zen­kan­di­dat ins Rennen

Was mir am Her­zen liegt

Diana Stiel

Mei­ne Person

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Mein Wer­de­gang

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Mei­ne poli­ti­schen Überzeugungen

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Was mir am Her­zen liegt

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Alain Mertes

Mei­ne Person

Mein Name ist Alain Mer­tes. Gebo­ren am 21.12.1973 in Mal­me­dy und auf­ge­wach­sen in Mon­ten­au, bin ich seit 2007 wohn­haft in Recht. Hier lebe ich mit mei­ner Frau und unse­rem Sohn.

Nach dem Abitur an der Bischöf­li­chen Schu­le in St.Vith habe ich in diver­sen Unter­neh­men gear­bei­tet und bin nun seit meh­re­ren Jah­ren als Ver­tre­ter im Bereich der öko­lo­gi­schen und nach­hal­ti­gen Bau­ma­te­ria­li­en in einem Bül­l­in­ger Unter­neh­men tätig.

Mein Wer­de­gang

Mit Anfang 20 war ich eini­ge Jah­re Mit­glied im Ver­wal­tungs­rat der „Die Rau­pe VoE“ und auch lan­ge Zeit akti­ves Mit­glied. Mein Haupt­au­gen­merk galt dem Umwelt- und Kli­ma­schutz. Damals wur­den unse­re Hin­wei­se auf den Kli­ma­wan­del mit den Wor­ten „Dies ist ja noch gar nicht bewie­sen“ oder „Umwelt­schutz ist ein­fach nicht bezahl­bar“ abge­tan. Heu­te habe ich eine ande­re Sicht auf den Kli­ma­wan­del bzw. die Wet­ter­ver­än­de­run­gen als damals, doch die­se Erfah­run­gen haben mich geprägt. 

Denn der Ohn­macht, die Welt nicht ver­än­dern zu kön­nen, folg­te die Ein­sicht, dass wenn ich mich ver­än­de­re, ich die Welt doch ein win­zi­ges Stück umge­stal­te. Dies führ­te mich dazu, mei­nem Leben eine neue Aus­rich­tung zu geben.

2007 erhielt ich von einem Bekann­ten ein Buch mit dem Titel „Wer hat Angst vor Sil­vio Gesell?“. Bei der Lek­tü­re fiel es mir wie Schup­pen von den Augen: Unser aktu­el­les Finanz­sys­tem ist kein Natur­ge­wächs, son­dern von weni­gen Men­schen zu ihrer per­sön­li­chen Berei­che­rung erschaf­fen wor­den. Und das Bes­te, es gibt eine Alter­na­ti­ve: Das „Frei­geld“ auch „flie­ßen­des Geld“ genannt.

Das The­ma “Geld“ ließ mich nicht mehr los. Ich rede­te mit Bekann­ten, las Bücher und recher­chier­te im Inter­net. Bald ver­stand ich wie das aktu­el­le Sys­tem funk­tio­niert und vor allem, wem es dient.

Als 2008 der Ruf kam, bei VIVANT-OSTBELGIEN für die PDG-Wah­len zu kan­di­die­ren, sag­te ich nach kur­zer Über­le­gung zu. Die­se Unge­rech­tig­keit, die­se Wahr­heit, aber auch die Alter­na­ti­ven sol­len mög­lichst alle erfah­ren. Und ich unter­stüt­ze ger­ne eine Bewe­gung bzw. Par­tei, die dies tut.

So “lan­de­te” ich 2009 schließ­lich für Vivant im Par­la­ment der DG

Mei­ne poli­ti­schen Überzeugungen

In mei­nen Augen ist es Zeit für grund­le­gen­de Ver­än­de­run­gen in der Poli­tik. Es ist offen­sicht­lich, dass es so nicht wei­ter­ge­hen kann. Wer unter die Ober­flä­che bzw. hin­ter die Fas­sa­de blickt, der sieht, dass es über­all bro­delt. Der Staat kommt vor­ne und hin­ten nicht mit den Steu­er­gel­dern aus, obwohl wir Bür­ger sehr hohe Steu­ern zah­len. Unse­re Stra­ßen sind schlecht, in den Kran­ken­häu­sern und Pfle­ge­hei­men fehlt Per­so­nal. Immer mehr Men­schen sind krank und neh­men Psy­cho­phar­ma­ka. Unse­re Kauf­kraft sinkt von Jahr zu Jahr, wäh­rend eini­ge weni­ge Rei­che, ohne Gro­ßes zu tun, immer rei­cher werden… 

Doch das Posi­ti­ve ist, dass dies alles von uns Men­schen geschaf­fen wur­de. Das bedeu­tet also auch, dass wir Men­schen es ändern kön­nen. Dazu müs­sen wir aber zuerst ein­mal die Rea­li­tät sehen wol­len. Denn wäh­rend die klas­si­sche Poli­tik, wel­che ihre Macht nicht auf­ge­ben möch­te, das meis­te schön redet, betreibt sie ihre poli­ti­schen Geschäf­te weiter.

Genau hier liegt ein gro­ßes Pro­blem: Die Ver­ant­wor­tung. Poli­ti­ker sind kei­ne Unter­neh­mer. Unter­neh­me­ri­sche Erfah­rung mag in der Poli­tik hilf­reich sein, doch wir Poli­ti­ker haben eine ande­re Auf­ga­be und eine ande­re Ver­ant­wor­tung. Ein poli­ti­sches Amt ist eine ehren­vol­le Auf­ga­be im Diens­te der Bürger.

Ver­ant­wor­tung ist in unse­rer heu­ti­gen Zeit schon fast etwas Alt­mo­di­sches gewor­den. Ver­ant­wor­tung zu über­neh­men ist OUT. Ego­is­mus ist IN. Aber Ver­ant­wor­tung für sich und gegen­über den ande­ren ist nötig, um den Kar­ren aus den Dreck zu ziehen.

Ganz nach dem Mot­to: “Es ist Zeit auf­zu­wa­chen und zu han­deln!” oder anders aus­ge­drückt: “Es ist Zeit auf­zu­wa­chen und Ver­ant­wor­tung zu übernehmen!”.

Was mir am Her­zen liegt

Jeder und Alles hat sei­nen Platz, sei­ne Rol­le im gro­ßem Gan­zen. So wie jeder Musi­ker sei­nen Platz in einem Orches­ter hat. Es ist mir eine Her­zens­an­ge­le­gen­heit, mei­nen Platz aus­zu­fül­len und mei­nen Bei­trag beim Wie­der­her­stel­len einer gesun­den Ord­nung zu leis­ten. So zum Bei­spiel auch die im Bereich des Gel­des, eines der Urthe­men von Vivant-Ost­bel­gi­en. Dazu ein klei­nes Gedicht:

Lie­bes Geld

Wie ich dich doch lie­be, lie­bes Geld.

Nehm ́ dich ger­ne an, geb ́ dich ger­ne weiter,dabei füh­le ich mich ach ja so heiter.

Ich las­se dich ger­ne flie­ßen, soll ́n die andern dich auch genießen.

Nur zum Tau­sche wur­dest du erdacht,doch ande­res wur­de mit dir gemacht.

Wur­dest ein­ge­sperrt und vom Markt gezerrt.

So sollst du dich auch noch vermehren?Dagegen will ich mich jetzt wehren!

Frei sollst du sein, dem Woh­le aller dienen.So bleibst du rein, hast allen viel zu bieten.

 Ach, wie ich dich doch lie­be, lie­bes Geld.

Alain Mer­tes, Recht”