Plenum 3.11.2014

Lesen Sie die Rede von Micha­el Bal­ter zu den Beschlüs­sen zur Auf­wer­tung der par­la­men­ta­ri­schen Arbeit:

Kol­le­gen und Kol­le­gin­nen,
Sehr geehr­te Bür­ge­rin­nen und Bür­ger der Deutsch­spra­chi­gen Gemein­schaft,
Ein neu­er Prä­si­dent möch­te Spu­ren auch hier im Par­la­ment hin­ter­las­sen
und alte, längst über­hol­te, ja teil­wei­se völ­lig unge­rech­te Rege­lun­gen
wer­den abge­än­dert, und im Sin­ne der Demo­kra­tie leicht ange­passt.
Zum Sach­ver­halt.
In kaum einem demo­kra­tisch orga­ni­sier­ten Rechts­staat sind die Rech­te der Oppo­si­ti­on so ein­ge­schränkt wie sie hier in der DG waren.
Anders­her­um gesagt,
nir­gends hat sich die Mehr­heit bes­ser geschützt und bedient.
in deut­schen Land­ta­gen hät­te eine Par­tei mit höchs­tens 6 Pro­zent Frak­ti­ons­sta­tus, und damit Rech­te, die ihr eine ver­nünf­ti­ge Kon­trol­le der Regie­rung ermög­li­chen.
In ande­ren bel­gi­schen Par­la­men­ten ist dies ähn­lich.
In der DG nicht – es bedarf hier mehr als 10 Pro­zent der Stim­men, fast dop­pelt so viel wie ande­ren­orts um den Frak­ti­ons­sta­tus zu errei­chen.
Und nir­gends ist das Ungleich­ge­wicht zwi­schen Regie­rung und Par­la­ment
grö­ßer als hier.
4 Voll­zeit Minis­ter mit den ent­spre­chen­den Kabi­net­ten
und dem Zugriff auf ein beacht­li­ches Minis­te­ri­um,
wer­den kon­trol­liert von 11 Teil­zeit­ab­ge­ord­ne­ten,
und in der letz­ten Legis­la­tur­pe­ri­ode
hat­te man zwei­en sämt­li­che Mit­tel gestri­chen.
Wir haben die­se Unge­rech­tig­kei­ten immer ange­spro­chen,
Bei­spie­le gebracht und auch
in den Gesprä­chen mit dem Prä­si­den­ten dies ver­deut­licht,
wobei die­ser bei den meis­ten von uns vor­ge­brach­ten Vor­schlä­gen nur bemerk­te: „nicht mehr­heits­fä­hig“ –
Und an die­ser Aus­sa­ge erkennt man was hier Sache ist –
Der Auf­bau der Geschäfts­ord­nung der inter­nen Regeln, wel­che für alle gel­ten,
wer­den nicht durch ein über­ge­ord­ne­tes, neu­tra­les Gre­mi­um geschaf­fen,
nein es ist die Mehr­heit ganz allei­ne, wel­che die Regeln hier anpas­sen und ver­än­dern kann.

Lesen Sie hier wei­ter.