4. Grundreform des Finanz- und Wirtschaftssystems

Das aktu­el­le Finanz- und Wirt­schafts­sys­tem grün­det auf den fal­schen Grund­prin­zi­pi­en und bedarf drin­gend einer Reform. Das stän­di­ge Stre­ben nach immer mehr Wachs­tum ist in einer end­li­chen Welt schlicht absurd und unmög­lich. Des­halb ist es an der Zeit ein­zu­se­hen, dass Wachs­tum kein All­heil­mit­tel ist. Es wäre für alle von Vor­teil, wenn wir wie­der in Ein­klang mit Mensch und Natur wirt­schaf­ten und die Inter­es­sen von Ban­ken und Groß­kon­zer­nen weit hin­ten­an­stel­len.

Des Wei­te­ren pran­gern wir an, dass das Finanz­sys­tem auf Schul­den auf­baut. Ver­mö­gen kann nur dann ent­ste­hen, wenn sich ande­re in glei­chem Maße ver­schul­den. Inzwi­schen ist die Schul­den­last des Föde­ral­staats, der Gemein­schaf­ten, Regio­nen und Gemein­den ins Uner­mess­li­che gestie­gen, was sich ver­hee­rend mit ver­hee­rend auf die Preis­ent­wick­lung, die Kauf­kraft und die Erspar­nis­se der Bür­ger aus­wirkt. Ein­zi­ger Gewin­ner: die Ban­ken. Die rei­ben sich die Hän­de. Der Anar­chie im Finanz- und Wirt­schafts­sys­tem muss des­halb drin­gend Ein­halt gebo­ten wer­den. Es braucht mehr Regu­lie­rung, stär­ke­re Kon­trol­len und här­te­re Stra­fen. Hier ist auch Bel­gi­en in der Pflicht und soll­te sich auf EU-Ebe­ne für eine Regu­lie­rung der Finanz­märk­te, für eine Bör­sen­um­satz­steu­er und für die Been­di­gung von Spe­ku­la­tio­nen auf Nah­rungs­mit­tel und Roh­stof­fe ein­set­zen. Eine Mög­lich­keit, aus dem aktu­el­len Sys­tem aus­zu­bre­chen, könn­te dar­in bestehen, bel­gi­e­n­weit eine umlauf­ge­si­cher­te Par­al­lel­wäh­rung ein­zu­füh­ren. Die­se soll­te stän­dig an Wert ver­lie­ren, damit sie per­ma­nent in Umlauf bleibt und so in Kri­sen­zei­ten die Wirt­schaft ankur­belt und Arbeits­plät­ze schafft. Anhand sol­cher und ande­rer Maß­nah­men soll­ten wir im Finanz- und Wirt­schafts­sys­tem zu unser aller Wohl einen Neu­an­fang wagen!

Das Sys­tem muss grund­le­gend über­dacht wer­den, weg von der Aus­rich­tung auf Pro­fit und Wachs­tum, hin zu mehr Regu­lie­rung und Nach­hal­tig­keit.